Das 5 Affen Experiment

Eine Gruppe von Wissenschaftler um Harry Harlow setzten 5 Affen in einen Käfig, und in der Mitte eine Leiter mit Bananen obendrauf.

Jedes Mal, wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg, besprühten die Wissenschaftler die anderen 4 Affen mit kaltem Wasser.

Sie wiederholten das ein paar Mal. Und jedes Mal wenn ein Affe die Leiter hinaufstieg verprügelten die anderen Affen den Affen auf der Leiter.

Nach einer Weile traute sich kein Affe mehr die Leiter hochzusteigen, auch wenn die Versuchung groß war.

Die Wissenschaftler tauschten dann einen Affen aus.

Das erste was der neue Affe tat, war die Leiter hinaufzusteigen, um sich die Bananen zu holen. Sofort kamen die anderen Affen und verprügelten den neuen Affen.

Nachdem er mehrfach verprügelt wurde, lernte der neue Affe die Leiter nicht mehr hinaufzusteigen und das, obwohl er nicht mal wusste, was nicht richtig war und warum er Prügel einstecken musste.

Ein zweiter Affe wurde ausgetauscht und das Ganze wiederholte sich wieder.

Der zuvor eingewechselte Affe nahm an der Prügelei des nach ihm dazu geholten Affen teil.

Der Austausch der Affen wurde fortgesetzt, bis eine Gruppe von 5 Affen im Käfig war, die obwohl sie noch nie mit kaltem Wasser besprüht wurden, jeden Affen verprügelten der die Leiter hinaufsteigen wollte.

Wenn man die 5 Affen fragen könnte warum sie das denn so machen, würden sie wahrscheinlich sagen:

„Wir wissen es nicht, das ist hier so üblich!“ oder „Das wird immer so gemacht!“

Fazit

Es ist erstaunlich wie gleichstimmig ein Großteil der Mitmenschen reagiert, wenn man etwas anders macht.

Erstaunlich, weil man es nie allen recht machen kann, aber die Reaktionen auf „anders sein“ sind meist einheitlich.
Ob das jetzt irgendein vererbtes Überlebensgut aus der Steinzeit ist, ich weiß es nicht.

„Glaub uns, bleib in der Höhle wie wir alle, sonst gehst du drauf!“

Blöd nur wenn es da draußen noch ein größere Höhle gibt und der Ausreißer lieber bei den cooleren Leuten bleibt.

Es könnte auch sein, dass er noch auf weitere Anderslinge trifft, z.B. welche die vom Baum geklettert sind. Die wollten mal die Welt vom Boden aus sehen 🙂

Und ja vielleicht geht er auch hops und zieht die Arschkarte, aber zum Glück leben wir ja nicht mehr in der Steinzeit und wenn man hinfällt steht man halt wieder auf. So wie Millionen von Babys täglich auch.

Es gibt eine wichtige Frage die du aus dieser Geschichte mitnehmen solltest.

Dein Warum

Warum oder Wofür tu ich das, was ich tue?

Wenn du mir sagst „Ich mache es, weil es alle so machen“, dann ist das natürlich völlig in Ordnung. Bloß bezweifle ich dann, dass dir dieser Blog etwas mitgeben wird.

Wenn du mir sagst, „Ich habe nachgedacht und überlegt, ich mache es genauso wie die Menschen mit denen ich mich umgebe, denn es ist richtig weil…“, dann freut mich das du selbst bestimmt denkst und dein Warum kennst. In dem Fall kannst du ein Haken mit Sternchen zu diesem Artikel setzen 🙂

Wenn du dir nicht sicher bist, du Zweifel hast und überlegen musst, dann tu das. Es könnte die wichtigste Frage in deinem Leben sein.

Solche Fragen stellen wir uns in der Regel nicht. Nicht weil wir darauf keine Antwort finden würden, sondern, weil sie meist unbequem oder vielleicht sogar schmerzvoll sind.

Aber das bedeutet nicht, dass es falsch wäre sie zu stellen, sondern ganz im Gegenteil. Immer wenn du merkst das es unbequem wird, du Angst bekommst oder dir Ausreden einfallen wollen, bist du dabei deine Komfortzone zu verlassen, und das ist was gutes.

Es ist jedes Mal die Chance aus der Höhle in eine größere und interessantere Welt zu treten. Dass das beängstigend sein kann ist normal. Lass dich deswegen nicht von denen beirren die in der Höhle bleiben wollen.

Denke und prüfe nach warum du was tust, das ist selbstbestimmt und eigenverantwortlich!

Was denkst Du darüber? Schreib in die Kommentare…